Kratzbaum: die richtige Ausstattung

Es kommt eben doch nicht nur auf die Größe an: auch die richtige Ausstattung entscheidet mit darüber, ob unsere felligen Mitbewohner einen Kratzbaum akzeptieren. Auf welche Kriterien du bei der Ausstrattung deines neuen Katzenkratzbaums achten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Der Stamm

Beim Stamm bzw. den Stämmen eines Katzenkratzbaumes kommt es vor allem auf die Bespannung, die Länge und den Durchmesser an. In den meisten Fällen gilt: je dicker ein Stamm, um so besser. Wenn der Vierbeiner dranhängt um auf eine Plattform zu klettern, bietet ein dickerer Stamm sowohl mehr Stabilität für den gesamten Kratzbaum, als auch mehr Fläche zum Festhalten für die Krallen. Minimum ist ein Durchmesser von 9cm, besser sind aber 11cm wie z.B. beim Trixie Belorado.

Im Winter darfs gern etwas wärmer sein

Im Winter darfs gern etwas wärmer sein

Die Länge der Stämme sollte so bemessen sein, dass die Katze an mindestens einer Stelle die Möglichkeit hat, sich komplett auszustrecken und dabei die Krallen zu wetzen. Mindestens einer der Stämme sollte also auf einer Höhe von ca. 70-90cm (je nach Größe der Katze) eine frei Kratzfläche besitzen. Positive Beispiele sind der Karlie Banana Leaf oder ebenfalls der Trixie Belorado.

Die Bespannung der Stämme sollte aus natürlichem Material bestehen und möglichst fest umwickelt sein. Heutzutage verwenden beinahe alle Kratzbäume Sisal als Bespannung, da dieses sehr kratzresistent ist und von den Katzen gut angenommen wird.

Liegeflächen

Die meisten Katzen lieben Liegeflächen – je höher und je kuschliger, um so besser. Je höher eine Liegefläche montiert ist, um so besser hat die Katze den Raum im Blick und um so wohler fühlt sie sich darauf. Bestenfalls schließt eine Liegefläche mit der Wand ab, damit auch noch eine Fläche zum Anlehnen vorhanden ist. Viele Liegeflächen sind heute mit Plüsch bezogen, was die Katzen natürlich aufgrund deraus resultierenden Kuschligkeit sehr mögen. Der Plüsch kann allerdings schnell fusseln oder ausfransen, hier sollte man also darauf achten dass das Plüsch abgezogen und gewaschen werden kann. Positives Beispiel: der Karlie Banana Leaf.

Liegekuhlen

Liegekuhlen sind meist bei deckenhohen Kratzbäumen zu finden. Als eine Art „kleine Hängematten“ für Katzen sind sie meist weit oben montiert und bieten dem Stubentiger damit einen hoch gelegenen Kuschel- und Schlafplatz. Nachteil: keine Sitzmöglichkeit. Hier sollte man unbedingt darauf achten, dass die Liegekuhlen absolut fest montiert werden können.

Kuschelhöhlen

phoenix-waschmaschine

Ideal: Kuschelhöhle und Waschmöglichkeit in einem!

Idealer Rückzugsort und Schlafmöglichkeit für eine Katze ist ihre Kuschelhöhle. Je nach Kratzbaum kann die Kuschelhöhle mit Plüsch ausgekleidet sein (z.B. beim Kerbl Creativ), mit Banana Leaf (Karlie Banana Leaf) oder mit anderen Naturmaterialien wie Wasserhyazinthe (Nobby Motega). Hier kommt es im Wesentlichen darauf an, welche ganz persönlichen Vorlieben die Katze hat. Viele Katzen mögen es kuschelig, daher findet man bei den meisten Kratzbäumen plüschbezogene Kuschelhöhlen – gerade im Winter ein warmen und kuschliger Rückzugsort. Im Sommer bevorzugen Katzen dann häufig rauheres Naturmaterial wie Banana Leaf, da die Wärme hier nicht so gut gespeichert wird. Egal für welches Material man sich entscheidet: Katzen lieben dunkle Höhlen, daher wird die Kuschelhöhle mit hoher Wahrscheinlichkeit gut angenommen werden.

Katzenleiter

Für ältere Semester bietet sich eine Katzenleiter als Steighilfe an. Auf diese Weise kann die Katze zumindest du unteren Plattformen und Elemente auch ohne einen großen Sprung leicht erreichen. Sollte deine Katze Probleme mit dem klettern haben, achte darauf dass alle Flächen gut zu erreichen sind oder baue zur Not noch selbst eine Steighilfe (ein schräges Brett o.ä.) an den Kratzbaum an.

Spielzeug

Natürlich: Katzen lieben alles, was irgendwie wackelt und / oder klingelt. Insofern bieten viele Katzenkratzbäume mindestens eine Spielmöglichkeit, an der sich die Katze austoben kann.Bei der Auswahl eines Kratzbaumes sollte man allerdings darauf achten, dass das Spielzeug nicht statisch am Kratzbaum montiert ist, sondern modular ausgetauscht werden kann. Denn um so verrückter eine Katze nach dem Spielzeug ist, um so schneller geht es auch kaputt. Hier machen auch hochwertige Kratzbäume leider keinen Unterschied – das Spielzeug ist nach einigen Wochen oder Monaten intensiver Bearbeitung zerfetzt, zerkaut oder zerrissen.

Falls du dir noch nicht sicher bist, welche Art von Kratzbaum die richtige für deine Katze ist, haben wir dir unter Tipps zum Kauf einige Anhaltspunkte zusammengestellt. Suchst du bereits nach einem konkreten Modell, hilft dir unsere Kratzbaumübersicht weiter.